Samstag, 9. Februar 2013

We could never be free

Ich liege neben ihm im Bett und beobachte ihn stillschweigend. Bin so müde das ich meine Augen kaum noch aufhalten kann, doch viel zu groß ist die Angst das er sich irgendetwas antut während ich schlafe. Also bleibe ich wach. Wie oft haben wir jetzt schon so dagelegen? Jedes Mal mit derselben Angst im Nacken. "Starr mich nicht so an" murmelt er leise und dreht sich ebenfalls auf die Seite um mich anzusehen. Seine Augenringe sind tieflila und seine Haut ist viel zu blass. "Wie denn?" entgegne ich ohne den Blick von ihm abzuwenden. Er streckt seinen Arm nach mir aus und streicht mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ich lächle kurz, was ihn auch zum Lächeln bringt. "Du lächelst viel zu wenig" meint er leise und ignoriert meine Frage einfach. Ich zucke nur müde die Schultern und drehe mich auf den Rücken. "Es gibt keinen Grund dazu". Ich höre wie er sich aufsetzt doch schließe die Augen, weil ich weiß was jetzt kommt. Eine seiner Standpauken. Doch ich will sie nicht hören. Nicht jetzt. "Du solltest es noch irgendjemand sagen" sagt er leise. Eine Weile ist es still. "Nein" sage ich bestimmt und drehe meinen Kopf so, das ich ihn ansehen kann. Er sieht sehr besorgt aus, was mich nach weiteren Worten suchen lässt. "Ich vertraue nur dir, sonst niemanden. Außer dir muss es niemand wissen" Ich schüttel störrisch den Kopf und wende mich wieder ab, weil die Tränen anfangen zu fließen. Sanft spüre ich seine Hände an meiner Hüfte und wenige Sekunden später liege ich in seinen Armen. Sachte streicht er mir übers Haar. Eine Weile liegen wir still so da und ich höre sein Herz schlagen. "Ich hab nur dich, also mach ja keinen Scheiß" flüstert er mir leise ins Ohr und ich möchte etwas erwidern, möchte sagen das er noch viel mehr hat als mich, doch er lässt mich nicht zu Wort kommen. "Du weißt wie Danny sein kann" fügt er noch hinzu was mich schweigen lässt und während ich in seinen Armen liege und seinem Herzen lausche wird mir zum Ersten mal klar das er genauso unter dieser Sache leidet wie ich. Als wäre er selbst davon betroffen.

Kommentare:

  1. warum kenne ich keine leute wie euch? :(

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    1. ich weiß nicht was du meinst mit, leute wie euch, aber du kennst bestimmt solche, vielleicht hast du diese einfach nur noch nicht wahrgenommen.

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