Sonntag, 28. April 2013

Du bist viel zu viel und dennoch immer zu wenig

Eigentlich sollte es mich kalt lassen, eigentlich sollte ich es gewohnt sein von dir, dennoch tut es weh. Mehr als weh. Es scheint mein Herz zu zerreisen in jeder nur erdenklichen Weise. Durch diese innerlichen Schmerzen geht der Schmerz deines Schlages unter, was mich komischerweise fast zum Lächeln bringt. Ich weiß gar nicht mehr, wie es so weit gekommen ist. Ich sehe nur noch dein wütendes Gesicht vor mir. Deine Augen sind vollkommen schwarz, du hast deine Zähne zusammengebissen und deine Hände hast du zu Fäusten geballt. Grob packst du mich an meinen Armen und ziehst mich mit einem Ruck hoch auf meine Füße. Ich senke den Blick, will dich nicht mehr sehen und kneife meine Augen fest zusammen. Du fängst an mich zu schütteln. „Sieh mich an“ flüsterst du heißer und ich versuche dich zu ignorieren. Versuche mich wegzudenken. Irgendwohin. Egal wo, hauptsache weg von dir. Weg von hier. „Bitte“ fügst du leise, fast zu leise um es zu hören, hinzu. Ich sage gar nichts, weil ich nicht weiß was ich sagen sollte und weil ich weiß das es dich wahnsinnig wütend macht wenn ich nicht mit dir rede. Wieder beginnst du mich zu schütteln und deine Hände krallen sich stärker in meinen Arm. "Lass mich los!" schreie ich dich an und versuche mich von dir loszureisen. "Bitte sieh mich an" bittest du mich noch einmal leise. Ich schüttel nur den Kopf und kneife meine Augen noch fester zusammen. Plötzlich lässt du mich einfach los, stößt mich grob von dir. Meine Beine geben nach und ich lasse mich auf den Boden sinken. Ich merke wie du dich neben mich setzt und ich kralle mir mit einer Hand fest in meinen Arm. Ich will nur noch das du weg gehst, doch gleichzeitig will ich das du bleibst. Mich nicht verlässt. „Lass das“ sagst du und nimmst meine Hand in deine. Ich sehe wie sich unsere Finger ineinander verflechten doch spüren tue ich es kaum. “Ich werde mich um dich kümmern" deine Stimme hört sich so anders mit einem Mal an. "Du gehörst mir und ich werde mich um dich kümmern". Ich verstehe deine Worte nicht. Sie ergeben keinen Sinn. Langsam mache ich meine Augen auf und sehe dich an. Komisch, du hörst dich so traurig an als würdest du wirklich bereuen doch deine Augen sind vollkommen ausdruckslos. Es erreicht deine Augen einfach nicht und dennoch glaube ich dir. Glaube dir jedes verdammte Wort das aus deinem Mund kommt, doch das Licht hat deine Augen schon lange verlassen, so wie alles andere hier auch.

Kommentare:

  1. ich bin immer noch hier und lese deinen blog,
    nur mal so um mich zu melden

    ich hoffe du hast meine e-mail bekommen zu dem text.
    halt durch

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  2. Eigentlich
    solltest du so ein moment nie erleben
    eigentlich
    ist das leben
    viel zu hässlich
    für dich zauberhaftes wesen
    eigentlich
    will ich deine welt
    mit farben hüllen und warmen momenten

    eigentlich, eigentlich, eigentlich
    möchte ich für dich da sein
    doch die welt lässt es nicht zu.

    ich denke an dich.

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  3. ach clary, mich macht dieser post traurig,ich würde dich gerne ein einziges mal so richtig arg in arm nehmen.

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  4. Ich frage mich, wo die ganzen Tränen jetzt herkommen. Ich hoffe, ich habe dir irgendwie auf irgendeine Weise ein Stück Schmerz, Leid abnehmen können. Bitte, bitte, halte durch.

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