Sonntag, 5. Mai 2013

Niemand weiß es. Jeder von uns könnte heute Nacht sterben.

"Jedes Mal wenn ich dich sehe siehst du beschissener aus als das letzte Mal. Jedes mal bist du blasser, dünner und hast mehr blaue Flecke. Was weiß ich was du alles noch hast aber verborgen hälst. Ich weiß das es an ihm liegt. Lass mich dir doch bitte helfen." sagt Ruben und sieht mich dabei intensiv an. Keine Ahnung woher auf einmal diese Worte kommen, doch sie sind nicht echt. Nichts davon.
"Ich brauch keine Hilfe. Ich kann mir selbst helfen" Meine Stimme ist tonlos und kurz bin ich selbst überrascht darüber, wie anders ich mich anhöre. 
"Nein, alles was du machst ist dir selbst schaden. Du hast überhaupt keinen Selbsterhaltungstrieb und dir ist deine eigene Sicherheit total egal" er sieht mich eindringlich an. Er sieht gequält aus. Als würde er sich Sorgen machen. Als hätte er mehr Kummer als er tragen könnte. Doch wieso meint er auf einmal wieder, mir etwas vorschreiben zu müssen? Die ganze Zeit hat es ihn einen Dreck gekümmert. Ich bin ihm egal. Alles ist egal. Nichts ist von Bedeutung. Nichts ist genug. Nichts wird je genug sein.
"Okay" erwidere ich nur und hoffe das er geht.
"Siehst du, ich weiß gar nicht mehr wer du eigentlich bist!" schreit er mich plötzlich an und kurz lächle ich darüber, für eine Sekunde lang bin ich fast versucht zu lachen bis mir wieder einfällt dass das alles sowieso egal ist.
"Ich auch nicht"

1 Kommentar:

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