Sonntag, 7. Juli 2013

I felt like I was sort of disappearing

Leise versuche ich die Türe zu öffnen, doch sie gibt wie immer ein  Geräusch von sich welches jedoch von der lauten Musik die von unten kommt verschluckt wird. Auf dem Gang stehen nicht viele Menschen herum, doch die die hier herumstehen machen sich gar nicht erst die mühe so zu tun als würden sie mich nicht ansehen. Stur ignoriere ich sie alle und laufe langsam an ihnen vorbei. Was wissen die schon davon. Gar nichts wissen sie. "Beachte die einfach nicht" sagt ein Freund von mir und muss fast schon schreien damit er gegen die Musik ankommt. Ich ignoriere ihn genauso wie die anderen denn eigentlich bist nur du in meinem Kopf. Eigentlich will ich hier nur herauskommen ohne dir zu begegnen. Ich dränge mich die Treppe hinunter und mein Blick schweift alle paar Sekunden über die tanzenden Menschen. Als würden sie um ihr Leben tanzen, als würde es nichts wichtigeres geben. Vielleicht ist das ja auch so, vielleicht gibt's für sie nichts wichtigeres in diesem Moment. Wer weiß das schon. Schnell dränge ich mich durch die Menge und der Alkohol macht sich langsam bemerkbar, ich kippe leicht nach vorne und irgendjemand versucht mich zu stützen doch ich schüttel ihn grob ab. Kann jetzt nicht angefasst werden. Irgendwie schaffe ich es weiterzulaufen, bis das Gesicht meiner besten Freundin vor mir auftaucht. Sie sieht besorgt und gleichzeitig wütend aus, was mich verwirrt. " Wo warst du die ganze Zeit? Danny sucht dich überall! Du hättest doch nicht abhauen müssen, er hat sich doch wieder beruhigt. Ich meine, irgendwie kann ich ihn ja verstehen. Ich kenn dich und..." wie üblich hört sie nicht auf zu reden doch ich schalte einfach auf stumm. Seid wann kann sie ihn verstehen? "Ich will ihn nicht sehen okay?" Unterbreche ich sie und versuche möglichst nicht betrunken auszusehen. "Wieso denn nicht er ist dein Freund! Henry ist doch irgendwie selbst schuld" sagt sie durch die laute Musik hindurch und ich sehe sie fassungslos an. "Wie kannst du sowas sagen" fahre ich sie an "und wie konntest du mich einfach festhalten?" Meine Stimme überschlägt sich als wieder die Bilder hochkommen und sie sieht mich mit einem Blick an den ich eigentlich nie wieder sehen wollte. Den ich zuletzt mit 14 Jahren gesehen habe bei all den Leuten mit denen ich geredet habe. Der Blick der sagt du bist doch krank. Der Blick bei den die Leute denken ich hätte sie nicht mehr alle und irgendwie macht mich das unglaublich traurig ihn jetzt wiederzusehen. Ich sehe sie eine Weile lang stumm an und zucke dann einfach nur mit den Schultern. Bevor sie noch irgendwas erwidern kann dränge ich mich an ihr vorbei und suche den beschissenen Ausgang. Kurz bevor ich ihn erreicht habe packt mich eine Hand an meinem Arm und dreht mich grob herum. Ich sehe starr in deine Augen ohne mich zu bewegen, frage mich was gerade in deinem Kopf vor sich geht. Versuche deine Reaktion einzuschätze doch augenblicklich kommt die Wut wieder hoch. "Wo habt ihr ihn hingebracht?" Schreie ich ihn ebenfalls an und seine Augen verengen sich boshaft. Ich sollte mich beruhigen doch dazu bin ich jetzt nicht in der Lage. "Er wird dich nicht mehr belästigen" erwidert er als hätte er mir damit einen Gefallen getan und lächelt mich an. "Ich hasse dich!" Wieder schreie ich ihn an und für eine Sekunde sieht er traurig aus, doch dann hat er wieder seine Maske auf die er so perfekt beherrscht und lächelt. Nimmt meine Hand in seine und streichelt sie. "Du wirst zu Ruben gehen, er wartet schon draußen. Ich komme dann nach und sie" er nickt in die Richtung meiner besten Freundin "geht mit. Nur damit du nichts dummes anstellst oder so" immernoch lächelt er dieses ekelhafte lächeln und ich fühle wie ich langsam auseinanderbreche immer mehr.Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich verstehe nichts mehr, kein Worte, sehe nichts mehr weil die Tränen meine Sicht versperren und hasse mich, weil selbst jetzt seine Berührung bei mir mein Herz schneller schlagen lässt. Als würde es rückwärts schlagen. Ganz langsam und falsch. Fieberhaft überlege ich was ich tun könnte doch hier ist niemand. Ich bin allein. Widerstandslos lasse ich mich mitziehen.
Irgendwas ist hier wahnsinnig falsch. Vielleicht bin ich es, keine Ahnung, ich weiß nur das es aufhören muss.

Kommentare:

  1. Wenn ich das so lese bin ich noch sprachloser als vorhin, wie er mit dir redet ist nicht mehr menschlich. Ich weiß nicht was das ist.

    <3

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  2. Du solltest das nicht mit dir machen lassen!

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  3. Ich muss mich caitlin samantha anschließen.. es kann einfach nicht so sein :(

    danke ♥

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  4. Sie meinen, dass ich was mit Tom gehabt hätte, wenn sie nicht gekommen wären.
    Aber dann kennen sie mich wohl ziemlich schlecht.

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