Sonntag, 8. September 2013

Nathan

Langsam fahre ich mit meiner Hand deinen Arm rauf und runter, lasse meine Fingerspitzen über deine Schläfe streichen und fahre dir vorsichtig durch die Haare während ich dir beim Schlafen zusehe. Am liebsten würde ich selbst die Augen zumachen doch ich will nicht das du allein bist wenn du aus einem deiner Albträume erwachst. Eine Weile betrachte ich dich noch stumm und irgendwann, ohne jede Vorwarnung schlägst du die Augen auf und siehst mich an. Deine Augen fressen sich in meine, deine wunderschönen Augen und ich muss lächeln. Du lächelst ebenfalls zurück auch wenn deins nicht besonders überzeugend ist. „Du solltest schlafen“ flüsterst du mir leise zu und ich schüttle nur den Kopf woraufhin du nur seufzt.  Du suchst im Halbdunklen meine Hand und unsere Finger verschränken sich ineinander. „Nathan?“ frage ich in die Dunkelheit und du gibst ein undefinierbares Geräusch von dir, drückst jedoch meine Hand.  „Du wirst mich nicht noch einmal alleine hier lassen oder?“ dein Körper spannt sich an und ich lege dir meine Hand auf deine Brust damit du dich nicht aufregst. Damit du nicht an die vergangene Nacht denkst. „Nächstes mal werden wir zusammen gehen“. Ich warte auf eine Antwort, zähle deine Atemzüge und die Stille legt sich auf uns. Irgendwann richtest du dich halb auf und ziehst mich in deine Arm. Ziehst mich an einen sicheren Ort und ich rieche deinen Duft der mir so vertraut ist. Streiche über deine vielen Narben während ich auf deine Worte warte. „Ohne dich werde ich nirgendwohin gehen“ deine Worte sind wie ein Segen und erleichtert atme ich auf, als du sie mir in mein Ohr flüsterst.  Kralle mich fest in deinen Pullover und nehme deine geschundene Hand in meine und küsse sie. Will dir so gerne sagen wie sehr ich dich liebe und das du alles bist und das du so wichtig bist und ich dich einfach so so so liebe doch ich lasse die Worte versteckt, weil sie unwichtig sind. Weil du das alles schon längst weißt.  Stattdessen sage ich nur „versprochen?“ woraufhin du meine Hand noch einmal drückst und mir leichte küsse auf mein Haar drückst. „Versprochen“.

Kommentare:

  1. Du solltest nicht alleine sein, wenn du aus deinen Albträumen aufwachst und das bist du jetzt. aber das solltest du nicht sein.

    <3

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  2. es tut mir leid, das er sein versprechen gebrochen hat.. <3

    ich hab dich so sehr lieb !

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  3. und hat er es gehalten?
    schön geschrieben!

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